FC Sion (VdM)
| FC Sion | ||
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| Voller Name: | FC Sion | |
| Gegründet: | 15. Saison | |
| Link: | [1] | |
| Trainer: | Visca el Barça! | |
| Nat. Titel: | 4 | |
| Int. Titel: | 0 | |
| Liga: | Super League | |
| 35. Saison | 3. Rang | |
Inhaltsverzeichnis |
Der FC Sion in der Realität
Der FC Sion dürfte spätestens seit dieser Saison jedem Fussballkenner ein Begriff sein. Nicht etwa erfolgreichem Fussball wegen, sondern den vielen Gängen vor Gericht wegen. Mitten drin stand und steht immer noch der Präsident des Klubs, Christian Constantin. Die einen sagen er sei ein typischer Walliser, der bis zum bitteren Ende kämpf und die anderen halten ihn für einen blauäugigen Menschen, der drauf und dran ist sein Kriegsschiff, den FC Sion, zum zweiten mal in seiner Karriere zu versenken.
Nun gut, was geschah? Als dieser angesprochene Herr Constantin den Verein aus dem Wallis, einer südlichen Region in der Schweiz, im Jahre 1992 zum ersten Mal übernahm, hatte er die Vision aus einem kleinen Dorfklub in mitten der Schweizer Alpen eine Champions League taugliche Mannschaft zu machen. Die Erfolge liessen dann auch nicht lange auf sich warten, so gewann man zwischen 1995 und 1997 nicht weniger als drei Mal den Schweizer Cup und einmal die nationale Meisterschaft. Was sportlich vielversprechend aussah, war wirtschaftlich eben dieser Schiffsbruch. Der allmächtige Präsident CC, wie er von vielen genannt wird, verliess das sinkende Schiff und überliess einen Schuldenhaufen in Millionenhöhe. Die Folge waren mehrere Spielzeiten in der NLB (damalige zweite Liga der Schweiz) und das Unheil fand seinen Höhepunkt zunächst in der Zwangsrelegation zur 1. Liga (dritte Liga in der Schweiz).
Genau zu diesem Zeitpunkt (2003) übernahm Constantin wieder den Verein und fechtet die Zwangsrelegation vor Gericht an. Tatsächlich bekam er Recht und die NLB musste von 16 auf 17 Mannschaften aufgestockt werden. Der FC Sion erholte sich in der Folge auch finanziell und liess die Herzen der Anhänger mit den Cupsiegen in den Jahren 2006, 2009 und 2011 wieder höher schlagen. Mit dem Schweizer Cup verbindet der FC Sion ohnehin eine besondere Beziehung, denn man gewann als erster unterklassiger Verein diesen Wettbewerb und was noch viel beeindruckender ist, dass man bisher zwölf Mal im Finale stand und stets als Sieger den Platz verliess.
Damit wären wir bei der Frage angelangt wieso nun jeder Fussballkenner diesen kleinen Verein kennen sollte? Der Weg zur Antwort führt einmal mehr über Christian Constantin, denn dieser hat trotz Transfersperre im Sommer 2011 sechs neue Spieler verpflichtet und diese sowohl in der Europa League als auch in der Meisterschaft eingesetzt. Die Konsequenzen hätten kaum schmerzhafter sein können. In der Europa League wurde man disqualifiziert obwohl man Celtic Glasgow eliminiert hätte und in der Meisterschaft wurde dem FC Sion utopische 36 Punkte abgezogen. Seit August 2011 sucht CC immer wieder diverse Gerichte auf um die harten Strafen anzufechten und er pocht auch nach wie vor darauf, dass sein Verein die im Jahre 2009 verhängte Transfersperre abgesessen habe. Bisher wurde er von jedem Gereicht abgeblitzt und mit grosser Wahrscheinlichkeit bleibt es bei diesen harten Strafen.
Trotzdem steht der 36 Punkteabzug in der Liga in keinem Verhältnis. Laut Statuten wären höchstens zwölf Punkte möglich und führt man sich die Tatsache vor Augen, dass der AC Milan wegen Manipulationen 12 Punkte abgezogen wurde, muss man den Abzug von 36 Punkten beim FC Sion schon hinterfragen, zumal man während der ganzen Saison mit provisorischen Spielerqualifikationen antrat. Nun gut, vielleicht konnte ich dem einen oder anderen meinen Herzensklub etwas näher bringen. Es ist unschwer zu erkennen, dass man sich als Sion-Supporter auf einer regelrechten Achterbahn befindet mit allen erdenklichen Hochs und Tiefs. Im Folgenden liegt das Augenmerk allerdings auf der Copa-Welt, denn dort gibt es auch einiges zu berichten…
Der Beginn unter Einar Gehtnochrein
In den Copa Anfangsjahren Saison 1 bis 11 spielte Österreich und die Schweiz zusammen in einer Alpenliga, allerdings fand der FC Sion dort nie Unterschlupf. Als dann die Schweizer Super League gegründet wurde bekundeten die Walliser erstmals ernsthafte Interessen an einem Einstieg bei Copa. Es vergingen drei weitere Spielzeiten bis man dann in der Saison 15 tatsächlich in die Challenge League (zweite Liga der Schweiz) eingegliedert wurde. Unter Trainer Einar Gehtnochrein konnte der Klub sofort auf sich aufmerksam machen. In der Saison 15 verpasste man den Aufstieg als Drittplatzierter nur ganz knapp. Nur eine Saison später stieg man dann als souveräner Challenge League Meister in die höchste Spielklasse auf. In der Folge buhlte Udinese Calcio heftig um Sions Erfolgstrainer Einar Gehtnochrein, der den Klub kurze Zeit später tatsächlich in Richtung Friaul verliess.
Im Wallis geniesst Einar Gehtnochrein, der übrigens Interesse an einer Rückkehr zu seinem ersten Copa-Verein bekundete, immer noch ein hohes Ansehen. Der Isländer hat sich allerdings mittlerweile von Copa zurückgezogen und der FC Sion scheint ohnehin in festen Händen von Visca el Barça! zu sein.
Das erste Super League Jahr oder BayernFan als „Zerstörer“
Der FC Sion stand auf sehr solidem Fundament und die Experten waren sich einig, dass der Verein mindestens die Klasse der Super League halten würde. Mit BayernFan an der Seitenlinie kam allerdings vieles anders als erhofft. Der Deutsche nahm sich viel vor und wollte um den Titel mitspielen. Risiken nahm er bewusst in Kauf und so hat auch er es zu verantworten, dass der FC Sion nach nur einem Jahr Super League wieder abstieg.
BayernFan zog es kurz darauf in die Slowakei zu FC Artmedia Bratislava, wo er innerhalb von fünf Jahren immerhin je einmal Meister bzw. Vizemeister wurde.
Visca el Barça! übernimmt seine grosse Liebe – die Zeit vor dem Copa-Kollaps
Der gebürtige Walliser Visca el Barça! erhielt in der 18. Saison die Ehre seinen Heimatverein zu übernehmen, seither sind der Trainer und der Klub unzertrennlich. Die einzige Ausnahme bildet die copafreie Zeit in der Schweiz während der Saison 27 bzw. 28.
Es folgte die erfolgreichste Zeit der Walliser in Copa. Gleich auf Anhieb errang man den ersten Platz in der Challenge League und etablierte sich umgehend in der Super League. In der Aufstiegssaison geb es den dritten Platz zu feiern. Der kometenhafte Aufstieg unter Trainer Visca el Barça! fand zwischen der 20. und 23. Saison ihren bisherigen Höhepunkt als man nicht weniger als zwei Meister-, einen Vizemeister- und einen Europa League-Titel einfuhr. Ähnlich erfolgreich ging es in diesem Stil bis zur grossen Copa-Pause weiter. Dank dem Vizemeistertitel in Saison 24 und dem Meistertitel zwei Jahre später in Saison 26 konnte man sein Palmares weiter ausbauen und avancierte so zum erfolgreichsten Klub in der Schweiz.
Konstanz als grosse Konstante – die Zeit nach dem Copa-Kollaps
Nach einem längeren Unterbruch nahm die Copa-Gemeinde den Spielbetrieb in Saison 27 wieder auf, vorerst fand die Schweizer Liga allerdings keinen Platz. Erst in Saison 29 gab die Super League ihr Comeback und Trainer Visca el Barça! heuerte ohne zu zögern wieder beim FC Sion an, zuvor wagte er einen Abstecher ins wunderschöne Baskenland nach San Sebastian.
Die erste Saison nach der Rückkehr ins Wallis beendete der FC Sion nur auf dem sechsten Platz, dieses Resultat kam im Wallis einer grossen Enttäuschung gleich. Anhand dieser Tatsache merkt man wie gross die Ansprüche beim Klub und insbesondere auch beim Trainer selbst sind. In den 15 gemeinsam gespielten Saisons belegte man denn auch nur einmal keinen Patz in den Top 3. Zuletzt gab es innerhalb von fünf Jahren viermal den dritten Platz. Eine Rangierung, die nur bei wenigen Wallisern für Jubelstimmung sorgen kann. Vielmehr pocht man auf den ersten Meistertitel in der Copa-Neuzeit. Oft war man zwar sehr nahe dran, aber ganz geklappt hat es noch nicht, wobei die Betonung hoffentlich auf „noch“ liegt…
Die 35. Saison begann auch nur sehr durchschnittlich für den FC Sion. In der Europa League musste man bereits in der ersten Gruppenphase die Segel streichen und auch in der Meisterschaft hinkt man auf dem zweitletzten Tabellenplatz der Konkurrenz bisher hinterher. Einziger Lichtblick ist momentan der neu gegründete Alpencup, dort überstand man souverän die Achtelfinals.
Erfolge
National
- 2x Meister (Saison 20, 22)
- 2x Vizemeister (Saison 21, 33)
- 2x Zweitligameister (Saison 16, 18)
International
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Trainer
- Saison 15 - 16: Einar Gehtnochrein
- Saison 17: BayernFan
- Saison 18 - heute: Visca el Barça!
